Wald und Wild

Früher Hirschabschuss in Tirol: Bundesforste in Kritik

Ein Artikel von Philipp Matzku (für Forstzeitung.at bearbeitet) | 04.04.2025 - 09:57

In Brandenberg, Bezirk Kufstein, erhielten die Bundesforste eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss von 25 Hirschen ab 1. April bis 25. Juli. Bezirksjägermeister Michael Lamprecht kritisiert das Vorgehen scharf, da sich das Wild derzeit noch geschwächt im Nahbereich der Fütterungen aufhält. Der Abschuss in diesem sensiblen Zeitraum führe seiner Meinung nach zu großer Unruhe und zusätzlichem Wildschaden.

Laut Land Tirol ist der Hirschbestand im betroffenen Gebiet doppelt so hoch wie landeskulturell verträglich, die Maßnahme sei jedoch eine absolute Ausnahme. Die Österreichischen Bundesforste rechtfertigen es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber tirol.orf.at mit erheblichen Schlag- und Schälschäden durch männliches Rotwild sowie einer fundierten fachlichen Beurteilung, auf deren Basis die zuständige Behörde den Abschuss genehmigt habe.